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14. Oktober 2017

Realitätsverweigerung: CDU lehnt Quote für Sozialwohnungen ab

In einer Stellungnahme gegenüber der WAZ erteilt der CDU-Kreisvorsitzende Matthias Hauer einer Sozialquote eine Absage. „Eine solche verhindere Investitionen und verschärfe Probleme nur weiter“. Darüber, wie Herr Hauer zu dieser Einschätzung kommt, lässt er den geneigten Leser leider im Ungewissen. Immerhin lässt er wissen, dass er die Ursache für den aktuellen Mangel an preisgünstigem Wohnraum in einer ungerechten Zuweisung der Flüchtlinge sehe.

So sieht sie also aus, die „wirtschaftsfreundliche Politik“ der CDU Essen. Real existierende Probleme werden geleugnet bzw. die Flüchtlinge dürfen als Sündenböcke herhalten. Darüber, dass bereits lange vor dem starken Zustrom von Flüchtlingen vor zwei Jahren ein eklatanter Mangel an preisgünstigem Wohnraum in Essen herrschte, wird christlich hinweggesehen. Dass eine Quote für Sozialen Wohnungsbau in vielen deutschen Großstädten teilweise seit Jahren mit Erfolg angewendet wird – geschenkt.

Immerhin weiß man bei der CDU Essen, woran man ist: Sie vertritt weiter die reine Lehre der „wirtschaftsfreundlichen Politik“, koste es die davon betroffenen Bürger, was es wolle.

 

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